Rooibos oder Rotbusch?

Rooibos oder Rotbusch? Wie der Tee wirklich heißt, wo er herkommt, wie er zubereitet wird und wie gesund er ist, erfährst du hier in diesem Artikel.

rooibostee

Herkunft und Anbau von Rooibostee

Der Rooibostee oder auch im deutschen Rotbuschtee genannt, kommt nicht aus einem typischen Teeanbaugebiet, sondern ursprünglich aus Südafrika und gilt als dessen Nationalgetränk. Die Rooibospflanze wird bis zu 2 Meter hoch und wächst ausschließlich in den Bergregionen von Südafrika. Schon seit dem 18. Jahrhundert wird er von den Südafrikanern getrunken, aber erst seit dem 20. Jahrhundert wird der Rooibostee gehandelt und vermarktet. Da der Rotbuschtee leider nur in Südafrika angebaut wird, hat der Rotbuschtee eine schlechte Öko-Bilanz. Denn der Tee muss einen weiten Weg zurücklegen, bis er in den Teeregalen der unterschiedlichsten Länder zu finden ist.

Ein Tipp: Achte darauf, Fairtrade-Produkte zu kaufen und damit auch die teilweise sehr schlechten Arbeitsbedingungen auf den Teefeldern, wo der Rotbusch angebaut wird, etwas zu verbessern. 

Der Rooibos, auch Aspalathus linearis genannt oder eben Rotbusch, hat als Tee einen süß-fruchtigen Geschmack. Seine rot-bräunliche Farbe erhält der Roibostee bei der Fermentierung der Blätter. Hierbei werden die Flavonoide frei, die in den Blättern der Teepflanze enthalten sind.

Es gibt neben dem klassischen Rotbusch (Aspalathus linearis) auch einen grünen Rotbusch, welcher einen frischeren und grasartigen Geschmack hat. 

Zubereitung Rooibostee

Der Rooibostee ist in seiner Handhabung sehr einfach. Fehler bei der Zubereitung des Rooibostee können einem eigentlich gar nicht passieren. Das gute am Rooibostee ist, dass er auch bei zu langer Ziehzeit oder im kalten Zustand nicht bitter wird, denn der Rooibostee enthält nur wenige Gerbstoffe. Dadurch eignet sich der Rooibostee im Sommer als eine gute Alternative zu Limonade.

Für eine Tasse Rooibostee benötigt man einen gestrichenen Teelöffel des losen Tees. Auf einen Liter umgerechnet sind das etwa 12-15 Gramm. Danach den Tee mit ca. 90°C heißem Wasser übergießen. Nach 4-5 Minuten sind die Wirkstoffe des Tees in das Wasser übergegangen. Aber die Ideale Ziehzeit für den Rooibostee liegt zwischen 7-10 Minuten. Der Rooibostee kann je nach Qualität bis zu dreimal aufgegossen werden.

Wem der natürliche Geschmack des Rotbuschtee nicht ganz schmeckt, kann den Tee mit etwas Zitrone, Zucker oder Milch ergänzen.

Wem der normale süße und fruchtige Rotbusch nicht genug ist, kann auch eine der vielen Rooibostees versuchen, die mit Aromen angereichert worden sind. Der Rooibostee eignet sich hervorragend um ihn mit fruchtigen als auch würzigen Aromen zu mischen. Deshalb gibt es die unterschiedlichsten Sorten: Von Aromen wie Kirsche oder Orange bis hin zu Sahne-Karamell. Aber es gibt den Rooibostee auch mit Minze oder Bergamotte. Doch ein Nachteil kann das Zusetzen der Aromen zum Rooibostee haben: sie können zu Heißhunger führen!

Rooibos-Orange

Wie gesund ist Rooibostee?

Der Rooibostee enthält im Gegensatz zu grünem Tee und schwarzem Tee keine Oxalsäure, die den Magen oder die Nieren belasten könnten, und kein Koffein oder Teein. So hat er also keine aufweckende Wirkung, sondern im Gegenteil eher eine beruhigende. Der Tee ist deshalb sowohl für Schwangere als auch für Kinder geeignet.

Rooibostee enthält viel Eisen und Mineralien. So kann der Tee bei Sport helfen, die durch das Schwitzen verlorenen Mineralstoffe wieder aufzufüllen. Mit den Mineralstoffen kommt der Energiestoffwechsel in Gang. Auch Vitalstoffe wie Kalium, Calcium oder Magnesium sind in geringen Mengen im Tee enthalten. 

Der in der Teepflanze enthaltene Stoff Rutin kann Krampfadern vorbeugen. Die Flavonoide wirken entzündungshemmend, krampflösend, antioxidativ und stärken das Immunsystem. Auch für Allergiker ist der Rooibostee zu empfehlen, denn die Flavonoide hemmen die Histaminausschüttung in den Zellen. Weiterhin hat der Tee eine krampflösende Wirkung und hilft genau wie Fencheltee bei Magen-Darm-Beschwerden. Die krampflösende Wirkung kann bei Kindern die möglichen Koliken reduzieren. Außerdem hat der Tee eine beruhigende Wirkung und kann Menschen bei Schlaf- und Entspannungsproblemen helfen.

Achten Sie aber beim Kauf von Rooibostee darauf, wo der herkommt und ob er ein Bio-Zertifikat besitzt. Es kann nämlich sein, dass versehentlich Unkraut bei der Ernte mitgeerntet wurde und so den Rooibostee verunreinigt. So können dann im Rooibostee Schadstoffe gefunden werden, die krebserregend und leberschädigend sind.

Als Fazit kann man sagen, dass das Nationalgetränk von Südafrika, der fruchtige Rooibostee oder Aspalathus linearis, nicht ungesund für den menschlichen Körper ist. Der Rooibostee oder Rotbuschtee hat viele gute Auswirkungen auf den Körper, wie z.B. seine krampflösende und beruhigende Wirkung. Der Rooibostee enthält Eisen und Mineralien, die gut für Sportler sind und gleichzeitig hat er wenige Gerbstoffe. Doch auch hier gilt, wie bei eigentlich allem: zu viel von etwas ist ungesund. Also immer nur in geringen Mengen, etwa 2-3 Tassen am Tag, zu sich nehmen.