Ist Jasmintee grüner Tee?

Ist Jasmintee eine eigene Sorte oder gehört er zum grünen Tee?

Der Jasmintee stammt ursprünglich aus China, doch heute wird der Tee auch in Ländern wie Japan oder Indien angebaut. Jasmintee war die erste Teesorte, die mit einer zugegebenen Pflanze, den Jasminblüten, auf natürliche Weise aromatisiert wurde. So werden dem Jasmintee keine künstlichen Aromen zugesetzt. Und das bereits im 10. Jahrhundert. Welche Qualität der Tee hat ist abhängig von der Basis, die für die Mischung verwendet wird. Früher diente als Basis Grüntee. Doch heute wird auch weißer Tee, schwarzer Tee oder Oolongtee als Basis verwendet.

Wie Grüntee hergestellt wird, kannst du in unserem Beitrag „Der Unterschied: Grüner Tee vs. schwarzer Tee“ nachlesen.

Jasmintee

Herstellung Jasmintee

Dem Grüntee wird das Aroma des Jasmin entweder durch die Beimischung von Jasminblüten oder durch Dämpfe eines Blütenbads hinzugefügt. Wenn die Qualität des Jasmintee hoch sein soll, werden die Jasminblüten per Hand wieder aus dem Jasmintee herausgelesen. Wie oft die Blüten für einen Tee verwendet werden, bestimmt auch die Qualität.

Durch die Jasminblüten erhält der Grüntee zusätzlich einen blumigen und leicht süßlichen Geschmack. Farblich ist der Jasmintee golden bis hellorange. Die drei beliebtesten Sorten von Jasmintee sind der Chung Hao, der chinesische Jasmintee und der Yin Hao.

Wie bei eigentlich jeder Teesorte, solltest du beim Kauf darauf achten, woher der Tee kommt und unter welchen Bedingungen der Tee angebaut und die Teeblätter und vor allem die Jasminblüten geerntet werden. Am besten Bio-Jasmintee oder Fair Trade Tee kaufen.

Zubereitung Jasmintee

Für die Zubereitung einer Tasse Jasmintee, braucht man einen Löffel losen Teeblättern. Diese dann am besten mit heißem Wasser, das eine Temperatur von 70-80°C hat. Ist das Wasser zu heiß, bekommt der Jasmintee ein bitteres Aroma. Nach 2-4 Minuten Ziehzeit ist der aromatisierte Tee am geschmackvollsten und der blumige Geschmack kommt zum Vorschein.

Achte beim Wasser darauf, dass es nicht kalkhaltig ist. Denn nur so kann der Jasmintee seine volle Wirkung entfalten. Sowohl im Geschmack als auch in Beziehung auf die Gesundheit.

Die losen Blätter des Jasmintee können mehrmals aufgegossen werden. Wie oft, ist abhängig von der Qualität des Tees. Der dritte Aufguss ist bei vielen der beliebteste, da dieser Aufguss am aromatischsten ist.

Wirkung von Jasmintee

Da der Jasmintee aus grünem Tee hergestellt ist, enthält er viele Vitamine, wie Vitamin A, B, B12 und C sowie Mineralien, wie Calcium und Fluorid. Wird der Tee regelmäßig getrunken, kann der Jasmintee einen positiven Einfluss auf deinen Cholesterinwert haben. Das Koffein, dass im Grüntee enthalten ist, wirkt anregend auf den Körper. Also auch ein richtiger Wachmacher. Der Jasmintee an sich hat zwar eine anregende Wirkung, doch er kann sich auch durch die ätherischen Öle beruhigend auf den Körper und vor allem den Geist einwirken. Der Koffeingehalt in Jasmintee ist nur etwa halb so groß wie der Koffeingehalt in Kaffee. Bei Kaffee wirkt das Koffein noch etwa 30 Minuten und ist nach 60 Minuten wieder abgebaut. Bei Jasmintee setzt die Wirkung zwar erst nach etwa 90 Minuten ein, aber hält dafür auch etwa 4 Stunden an. Durch die Inhaltsstoffe des Jasmin, regt der Jasmintee deine Verdauung an und steigert das Geschmacksempfinden, wenn du den Tee zum Essen trinkst. Der Jasmintee kann auch bei einer Entwässerung helfen. Natürlich sind die Wirkungen bei jedem Aufguss unterschiedlich stark. 

Doch wie bei jedem Tee gilt, dass zu viel von etwas nicht gut ist. Bei Jasmintee sind 2-3 Tassen am Tag genug. Achte auch darauf, dass du zwischen den unterschiedlichen Sorten an Jasmintee variierst.