Die Herstellung des weißen Tees

Wie wird der weiße Tee hergestellt? Der Weißtee ist als einer der edelsten Teesorten der Welt bekannt, zu Recht! Der feine und milde Geschmack ist ein edler Genuss, dem keiner widerstehen kann. Hier erklären wir, wie die einzelnen Herstellungsschritte des weißen Tees ablaufen!

Herstellung weißer Tee

Aus was wird der weiße Tee hergestellt

Aus der Teepflanze „Camellia Sinsnesis“ wird der weiße Tee hergestellt. So werden aus dieser Teepflanze auch Teesorten wie der grüne Tee und der schwarze Tee hergestellt. Der Unterschied liegt bei allen drei Teesorten in der Verarbeitung, der Fermentation und welche Bestandteile der Teepflanzen verwendet wird.

Wo kommt der weiße Tee her

Weißer Tee kommt ursprünglich aus der chinesischen Provinz „Fujian“ und wird dort bereits seit langer Zeit angebaut. Für den Weißtee werden nur die ungeöffneten Blattknospen verwendet. Dafür müssen die Blattknospen alle per Hand aussortiert und begutachtet werden.

Funfact: Der weiße Tee hat seinen Namen nicht der Farbe zu verdanken, sondern dem feinen silbrigen Flaum der Blattknospen.

Die Herstellungsschritte des weißen Tees

Die Herstellung des weißen Tees lässt sich in fünf Schritte gliedern:

  1. Das Pflücken der Teeknospen per Hand
  2. Der Welkvorgang
  3. Die Trocknung
  4. Qualitätskontrolle und Aussortierung
  5. Das Verpacken

Die Pflückung der Teeknospen

Für den weißen Tee werden nur ungeöffnete Blattknsopen mit dem silbrig-seidenen Flaum gepflückt. Diese Teeknospen werden dabei von Hand verlesen und kontrolliert. Für die Herstellung von einem Kilo weißen Tees werden daher um die 30.000 Blattknospen verwendet! Doch wieso werden nur die Blattknospen verwendet? Die Teeknospen haben zum Zeitpunkt der Pflückung noch kein Chlorophyll gebildet, der Chlorophyll-Gehalt der Teeknospen bestimmt allerdings den Geschmack. Da der Chlorophyll-Gehalt in den Teeknospen praktisch nicht vorhanden ist, schmeckt der weiße Tee auch so mild!

Der Welkvorgang

Die Teeknospen werden in der Sonne auf sogenannten „Welkmatten“ ausgelegt. Dabei sollte die Temperatur zwischen 25 und 26 °C liegen. Die Welkdauer des weißen Tees beträgt dabei gerade einmal 14 Stunden und ist damit im Vergleich zu anderen Teesorten eher gering. Durch das Welken der Teeknospen wird die Fermentation hergeführt. Dies geschieht durch die Oxidation mit der Luft und dem Sonnenlicht. Da der weiße Tee allerdings nur für eine kurze Zeitspanne gewelkt wird, oxidieren die Teeknospen nur sehr wenig und erreichen auch nur einen Fermentierungsgrad von zwei Prozent! Das führt zum einzigartigen weichen Geschmack des weißen Tees.

Die Trocknung des weißen Tees

Die Sonnentrocknung findet für die Teeknospen des weißen Tees auf großen Bambusmatten und an der frischen Luft statt. Diese Methode ist sehr wetterabhängig und muss bei schlechtem Wetter natürlich nach innen verlegt werden. Doch es gibt auch eine andere Möglichkeit die Teeblätter des weißen Tee zu trocknen. Dabei wird der weiße Tee auf eine Temperatur zwischen 100 und 130 °C für 10 bis 15 Minuten erhitzt. Traditionell wird aber die Sonnentrocknung im freien vorgezogen.

Die Qualitätskontrolle

Die Qualitätskontrolle sowie das Aussortieren finden sofort nach der Sonnentrocknung statt. Dabei werden die noch warmen Teeknospen wieder per Hand aussortiert und begutachtet! So soll die hohe Qualität des weißen Tees garantiert werden. Der behutsame Umgang mit dem Weißtee ist dabei sehr wichtig für die Qualität! Wie oben bereits erwähnt werden die Teeblätter gewöhnlicherweise von Hand aussortiert, mittlerweile werden aber auch Maschinen für diesen Vorgang eingesetzt.

Das Verpacken

Das Verpacken des weißen Tees ist der letzte Herstellungschritt des weißen Tees. Wichtig ist, dass die Teeblätter des weißen Tees luft- und lichtdicht verpackt werden müssen. Somit kann sichergestellt werden, dass der weiße Tee nicht weiter oxidiert bzw. fermentiert und der liebliche Geschmack des weißen Tees erhalten bleibt!

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Die Herstellung des weißen Tees zusammengefasst:

Hauptsächlich bestehen die Herstellungschritte des Weißtees aus drei Schritten:

  1. Die Pflückung: Dazu werden nur die ungeöffneten zarten Teeknospen der Teepflanze gepflückt.
  2. Das Welken: Hier werden die Teeknospen auf großen Welkmatten im Sonnenlicht gewelkt.
  3. Die Trocknung: Dabei werden die Teeblätter entweder im freien an der Sonne oder innen maschinell getrocknet

Das allerwichtigste bei der gesamten Herstellung ist der vorsichtige Umgang mit den Teeknsopen des Weißtees. Der Umgang bestimmt maßgeblich die Qualität des weißen Tees!

Eine Herstellung die sich lohnt

Die vorsichtige Herstellung des weißen Tees lohnt sich! Der unverwechselbare Geschmack des weißen Tees wird stark durch die Herstellung beeinflusst. Und diese Behutsamkeit der Herstellung hat einen stolzen Preis! Ein qualitativ hochwertiger Weißtee hat einen langen Weg hinter sich und kostet dementsprechend einiges. Doch der sanfte Geschmack des weißen Tees ist den Preis definitiv wert!