Der Unterschied Matcha und grüner Tee

Hast du dich auch schon einmal gefragt was der Unterschied zwischen Matcha und grünem Tee ist? Ist doch schließlich beides ein grüner Tee? Falsch gedacht! Hier erklären wir dir welche Unterschiede es gibt.

Unterschied Matcha und grüner tee

Welche Unterschiede gibt es zwischen Matcha und Grüntee?

Doch einmal von vorne: Was ist Matcha? 

Matcha ist faktisch ein Grünteepulver. Der leckere Matcha wird aus den Blättern der Teepflanze hergestellt. Dabei gehören diese Teepflanzen zur Teesorte „Tencha“. Diese Teesorte hat einige Besonderheiten beim Anbau.

Der Anbau des Matcha

Denn die Teeblätter der Teesorte Tencha alles andere als pflegeleicht! Um den zarten Geschmack des Matchatees zu erzielen, müssen die Tencha Teepflanzen in Schattenteeplantagen wachsen.

Dabei müssen die Teepflanzen vor der Ernte mit dunklen Netzen beschattet werden. Diese Netze reduzieren das Sonnenlicht um 90%! Diese spezielle Anbauweise ist allerdings notwendig damit die Teeblätter der Tencha Teepflanzen mehr Chlorophyll produzieren und dazu Aminosäuren aufbauen. Durch diese Vorgänge wird der einzigartige Geschmack des Matcha erreicht!

Der Unterschied liegt in der Herstellung

Jede Herstellung beginnt mit der Ernte. Der Matcha wird bei der ersten Pflückung der Teeblätter gewonnen. Dazu werden die nur die obersten und zartesten Triebe der Teepflanze per Hand geerntet! Nach der Pflückung werden die Teeblätter kurz gedämpft und getrocknet. Und genau hier liegt der Unterschied!

Die Herstellung des grünen Tees

Der grüne Tee muss nach der Pflückung zunächst welken, gerollt und dann getrocknet werden. Dazu werden die Grünteeblätter auf sogenannten „Welkgestellen“ ausgebreitet. Auf diesen Gestellen welken die Teeblätter 14 bis 18 Stunden. Dabei werden sie mit Ventilatoren gleichmäßig belüftet. Wichtig ist, dass die Belüftung gleichmäßig erfolgt, da die chemischen Prozesse in dieser Zeit einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität des grünen Tees haben.

Danach werden die Grünteeblätter gerollt. Dafür werden die Teeblätter zwischen zwei Metallplatten gelegt. Durch den Druck während des Rollprozesses brechen die Blattzellen auf und der Zellsaft kann austreten. Dieser Zellsaft gibt dem grünen Tee das Aroma und bestimmt den Farbton des Tees. Der Prozess des Rollens kann unterschiedlich lange dauern, von 15 Minuten bis zu einer Stunde!

Um die Fermentation des Grüntees zu unterbrechen werden die Teeblätter mit Hitze behandelt. Dazu kann man die Teeblätter mit heißem Wasserdampf behandeln, das wird dann Steaming Tea genannt. Oder die Teeblätter werden in eine gusseiserne Pfanne gegeben und in dieser bei 280ºC für ca. 10 Minuten erhitzt. Das wird dann als Panfried Tea bezeichnet. Durch die Hitze werden Enzyme in den Teeblättern so umgewandelt, dass keine Oxidation des Zellsaftes mit der Luft stattfinden kann. Dadurch wird die grüne Farbe und der blumige bis herbe Geschmack des Grüntees erhalten. Auf diese Weise werden auch wichtige Inhaltsstoffe wie z.B. Catechine erhalten. Dabei haben Catechine einen positiven gesundheitlichen Effekt, denn sie gehören zur Gruppe der Antioxidantien. 

Abschließend werden die Teeblätter getrocknet. Auch hier gibt es mehrere Verfahren. Die Teeblätter können auf eine heiße drehende Scheibe gegeben werden oder sie können in einer hölzernen Trommel mit heißer Luft behandelt werden. Damit ist der Herstellungsprozess für den grünen Tee beendet.

Die Herstellung des Matcha Tee

Die wichtigsten Unterschiede sind, dass die Teeblätter des Matcha nicht gerollt werden und im Gegensatz zum grünen Tee gemahlen wird. Dazu werden die Teeblätter erst kurz gedämpft und dann getrocknet.

Statt dem Rollen werden die groben Bestandteile der Teeblätter entfernt. Das beinhaltet auch den Stängel der Teeblätter. Das wird so lange gemacht bis nur noch das reine Teeblatt übrig bleibt.

Danach werden die Teelätter mithilfe von Steinmühlen aus Granit ganz langsam zu feinem Teepulver vermahlen. Wichtig ist, dass der ganze Prozess langsam vor sich hergeht. Durch die Reibung entsteht Hitze und dadurch können die wichtigen Inhaltsstoffe des gemahlenen Matchapulver verloren gehen. Aus diesem Grund wird Matcha sehr langsam gemahlen, denn das beeinflusst massiv den Geschmack des Matchapulvers!

Das gemahlene Matchapulver wird dann luftdicht verpackt und ist bereit für die Lieferung in die Geschäfte. Die luftdichte Verpackung ist wichtig, da sonst das gemahlene Matchapulver oxidieren kann.

Doch was ist mit der Zubereitung des Matcha und grünen Tees?

Es gibt auch einige Unterschiede in der Zubereitung. Wie du deinen grünen Tee am besten zubereitest, erfährst du hier. Kurz gesagt, lässt du deinen grünen Tee nach deinem Geschmack ziehen und das war es auch schon. Doch wie sieht es mit der Zubereitung des Matchapulvers aus?

Da Matcha als Pulver verkauft wird, ist die Zubereitung dementsprechend anders. Ein Werkzeug, dass du dafür benötigst ist der Bambusbesen, auch Chasen genannt. So kannst du für einen Aufguss auf 80ml Wasser ca. einen Gramm Matchapulver verwenden. Wichtig hierbei ist, dass das Teewasser eine Temperatur von 80 °C hat. Dann gieße das Wasser auf das Teepulver und schlage deinen Matchatee mit dem Bambusbesen (Chasen) schaumig. So wird auch der Aufguss des Matcha während traditionellen Teezeremonien in Japan zubereitet. Wir können dir die Teilnahme an so einer Teezeremonie wärmstens empfehlen! Die traditionellen Teezeremonien sind absolut sehenswert und der servierte Matcha ist ebenfalls sehr besonders!

Unterschied Matcha und grüner Tee

Einen guten Matchatee erkennst du an der Farbe. Hochwertig qualitative Teepulver haben aufgegossen einen satten grünen Farbton. Minderwertige Teepulver hingegen können bei dem Aufguss einen Gelb- oder sogar Graustich aufweisen!

Und der offensichtliche Unterschied zwischen Matcha und Grüntee:

Die Optik des fertigen Tees. Gut dieser Punkt ist wohl sehr offensichtlich, dennoch gibt es hier auch große Unterschiede.

Der Grüntee sollte eine klare Farbe im Spektrum von gelb bis grün haben. Wichtig ist, dass der Grüntee wirklich klar ist und nicht beispielsweise einen Graustich aufweist. Die Konsistenz sollte flüssig sein und der Geschmack kann von herb bis mild variieren.

Der Matchatee hingegen sollte eine jadegrüne Farbe besitzen und einen komplexen Geruch haben. Dabei können Aromen von fruchtig bis nussig vertreten sein. Ein guter Matchatee sollte mild schmecken und sich cremig anfühlen. Dabei ist der Tee weder stark bitter noch sauer.

Alle Unterschiede zusammengefasst

Fassen wir die wichtigsten Unterschiede des Matcha und grünen Tees zusammen:

  1. Die Herstellung: Die Herstellung des Matcha und des grünen Tees unterscheidet sich massiv. Während der grüne Tee gerollt und als ganze Grünteeblätter erhältlich ist, wird der Matcha zu sehr feinem Teepulver vermahlen.
  2. Die Zubereitung: Während der grüne Tee nur ziehen muss, musst du das Matchapulver mit einem Bambusbesen schaumig rühren.
  3. Die Optik: Der grüne Tee sollte klar sein und einen eher hellen Farbton haben, während der Matchatee einen satten jadegrünen Farbton haben sollte.

Wie wir jetzt wissen gibt es viele Unterschiede des Matcha und des grünen Tees. Und nun weißt du auch was genau die beiden von einander unterscheidet und worauf es bei einem guten Matchatee ankommt.