Richtig guten Kaffee in vier Schritten Zubereiten

Wie wird Kaffee eigentlich „richtig zubereitet“? Eigentlich ist das eine Gute, wenn auch nicht einfache Frage. Die „richtige“ Zubereitung hängt von mehreren Faktoren ab – dem Utensil, dem persönlichem Geschmack und dem Kaffee an sich. Was zum richtig guten Kaffee führt, wird hier schnell und einfach erklärt.

Kaffee ist nicht einfach nur eine Bohne, sondern kommt in verschiedenen Formen daher. Ob als Pulver in Instant-Form, als Kaffeemehl (also bereits gemahlener Kaffee), als Bohne oder als Schale der Kaffeekirsche, all das sind Grundzutaten für das allgemein beliebte Heißgetränk. Um es bei einem „Einstieg“ zu belassen konzentrieren wir uns hier dieses Mal aber nur auf Kaffeebohnen und Kaffeemehl.

Natürlich gibt es anhängig von der Kaffeezubereitung, speziell den Zubereitungsarten, einige Nuancen, aber auf die werde ich in anderen Posts näher eingehen. Dieser Post ist lediglich als ein Einstiegspunkt gedacht.

Kaffee Zubereitung frisch gemahlen

Die erste Regel des Kaffeeclub ist…

Als erste Regel zur Zubereitung von Kaffee gilt – je frischer gemahlen, desto besser wird der Kaffee. Die Kaffeebohne beinhaltet Kaffee(bohnen)öl, das ein wichtiger Geschmacksträger ist, jedoch durch das Mahlen (speziell die Hitzebildung) und durch die Aussetzung von Sauerstoff an Aroma verlieren kann. Das bereits gemahlene Kaffeemehl wird schneller durch Sauerstoff beeinträchtigt als Kaffeebohnen. Wenn du keine Kaffeemühle hast oder eine neue möchtest findest du hier eine Erklärung zu Kaffeemühlen.

Ein Beispiel für Mahlgrade
Mahlgrad macht Mehrwert.

Die zweite Regel um guten Kaffee zuzubereiten ist der Mahlgrad des Kaffees

Ein gutes Beispiel wäre hier der Unterschied zwischen Handfilter und French Press als Zubereitungsarten für Kaffee. Die French Press bevorzugt grob gemahlenes Mehl. Wenn wir hier zu fein gemahlenes Kaffeepulver benutzen wird das Ergebnis schnell Sandig und in der Tasse bleibt viel Satz zurück. Abgesehen vom Mundgefühl hat der Mahlgrad auch einen Einfluss auf den Geschmack – Kaffee kommt im Handfilter nur kurze Zeit mit Wasser in Kontakt, hier hilft ein feiner Mahlgrad mit der Extraktion von Geschmack. In der French Press kann (beziehungsweise muss) der Kaffee jedoch eine Weile im heißen Wasser ziehen.

Das Thermometer einer Kaffeekanne
Die Zieltemperatur ist markiert.

Die dritte Regel um Kaffee zu machen ist die Temperatur

Zu heißes oder kaltes Wasser sorgt (in der Regel) für einen zu schwachen Geschmack oder ein brandiges Aroma. Ausnahmen hier sind natürlich Cold Brew und Cold Drip Kaffee, die von heißem Wasser nicht profitieren würden. Die optimale Temperatur für Kaffeewasser liegt zwischen 92 °C und 95 °C. Den Bereich im Auge zu behalten gestaltet sich ohne Thermometer nicht so schwer wie man erst vermutet. Einfach das Wasser zum Kochen bringen, von der Herdplatte nehmen, dann bis das „Kochgeräusch“ aufhört warten und noch mal 30 Sekunden Zeit dranhängen – das sollte zur geeigneten Temperatur reichen. Gehörst du bereits zur Kaffeeelite (oder kaufst bei Tchibo ein) hast du vielleicht auch schon einen Wasserkocher mit Temperaturanzeige. In diesem Fall kannst du dich einfach an der Skala orientieren. Kaffeezubereitung ist mehr Wissenschaft als Kunst, aber auch hier gibt es viel Spielraum für Fehler.

Eine Auswahl an Kaffee
Probieren über studieren.

Die vierte und letzte Regel ist der richtige Kaffee für deinen Geschmack

Der Kaffee macht natürlich den Unterschied. Bevorzugst du starken Kaffee, so muss es nicht unbedingt Espresso sein. Helle Röstungen sind von Haus aus milder als eine dunkle Röstung. Ebenso macht das Böhnchen das Tönchen, denn hier gibt es Artenunterschiede. Die zwei großen Spieler der Kaffeewelt heißen Arabica und Robusta. Grundsätzlich wird gesagt, Robusta wäre ein „billigerer“ Kaffee und nicht so aromatisch, hat dafür aber einen volleren Körper. Arabica wird als hochwertiger gesehen, aber die Tatsache, dass in den meisten Espresso-Mischungen etwa 20 % Robusta beigemischt wird, spricht hier für sich. Eine Espresso-Blend aus dem Handfilter ist durchaus eine leckere Erfahrung, aber auch ein Blonde-Roast aus der Siebträgermaschine ist durchaus zu empfehlen.

Kaffee Zubereitung Auswahl
Eine Auswahl an Kaffee den ich bereits getrunken habe.

Kaffeezubereitung – Ein Fazit

Letztendlich hängt der perfekte Kaffee von dir ab – was schmeckt dir, was magst du nicht, welche Zubereitungsarten interessieren dich? Hier geht Probieren über studieren. Die „Grundregeln“ von oben sind durchaus zu beachten und wirklich gute Pointer, aber das ist nur der Anfang. So wie sich Robusta und Arabica unterscheiden, gibt es auch unter den Sorten noch Unterschiede. Die Zubereitung macht zwar einen Unterschied, aber der Löwenanteil kommt von der Bohne. Ob nussige Noten, ein Hauch Schokolade oder doch lieber die Idee von Orange – bei Kaffee geht alles.