Unterschied von Kaffee und Espresso

Worin liegt der Unterschied zwischen einem Kaffee und einem Espresso? Werden die nicht aus den gleichen Bohnen hergestellt? Doch das werden sie. Für die Herstellung von Kaffee und Espresso werden die gleichen Bohnen verwendet. Der Unterschied liegt in der Röstung der Kaffeebohnen. Dabei ist es egal, ob es Robusta- oder Arabica-Bohnen sind, die dafür verwendet werden. Ein weiterer Unterschied zwischen Espresso und Kaffee ist die Art der Zubereitung.

Kaffeepflanze

Espresso

Den Espresso kann man direkt an seiner dunkleren Farbe vom Kaffee unterscheiden. Die dunklere Farbe kommt von der längeren Röstung der Bohnen. Auch an den Bohnen kann man erkennen, welchen Grad der Röstung sie haben, denn sie können matt oder glänzend sein. Bei Espresso werden die Bohnen etwas weniger als 20 Minuten geröstet und erhalten durch die Röstung eine dunkle und glänzende Oberfläche. Die glänzende Oberfläche entsteht dadurch, dass bei der Röstung Öle und Fette aus der Bohne austreten und an der Oberfläche sichtbar werden.

Durch die längere Röstung enthalten die Espressobohnen weniger Säuren, denn die Säuren werden durch die Röstung abgebaut. Daher ist der Espresso magenschonender als der Kaffee. Doch nicht nur die Säuren werden den Bohnen entzogen, sondern auch Wasser und verliert so an Gewicht. Deshalb ist der Espresso im Handel auch teurer als der Kaffee.

Der andere Unterschied liegt in der Zubereitung. Bei der Zubereitung eines Espresso wird nicht wie beim Kaffee ein Filter verwendet, sondern ein Sieb. Das Sieb hält nämlich dem starken Druck aus, der bei der Zubereitung gebraucht wird. Der starke Druck ist notwendig, damit das Wasser durch das zusammengepresste Kaffeemehl dringen kann. Durch den Druck und das Sieb kommen die kräftigen und aromatischen Öle der Espressobohnen zum Vorschein. Hierbei ist eine Wassertemperatur von 88°C bis 94°C empfehlenswert. Die Durchlaufzeit des Wassers sollte nicht länger als etwa 25 Sekunden für 30 ml sein. Ist die Durchlaufzeit länger, können sich aus den Espressobohnen Bitterstoffe lösen und in den Espresso gelangen. Ist die Durchlaufzeit zu kurz, kann sich der typische Espresso Geschmack nicht entfalten.

Espresso

Kaffee

Bei Filterkaffee werden die Bohnen ca. 13 Minuten geröstet und bleiben etwas matter als die Espressobohnen. Da die Kaffeebohnen nicht so lange geröstet werden, enthält der Kaffee mehr Säuren als der Espresso.

Die Kaffeezubereitung ist nicht so aufwendig wie die Zubereitung eines Espresso. Bei der Kaffeezubereitung kann ein einfacher Papierfilter verwendet werden, denn er hält dem geringeren Druck, der bei der Kaffeezubereitung verwendet wird, stand. Durch den geringeren Druck erhält der Filterkaffee aber keine Crema auf seiner Oberfläche wie der Espresso. Die Wassertemperatur ist höher als beim Espresso. Für Filterkaffee wird eine Wassertemperatur von 92°C bis 96°C benötigt. Durch die größere Wassermenge ist der Filterkaffee in seinem Geschmack nicht so intensiv wie der Espresso.

Wenn du genauer wissen möchtest, wie Kaffee zubereitet wird, dann haben wir noch einen anderen Beitrag für dich: Richtig guten Kaffee in vier Schritten zubereiten

Kaffee

Nochmal das wichtigste in Kürze

Filterkaffee und Espresso unterscheiden sich in ihrer Röstung und der Zubereitung. Espressobohnen werden länger geröstet als Kaffeebohnen und enthalten deshalb auch weniger Säuren. Bei der Zubereitung von Espresso wird ein höherer Druck verwendet als bei Filterkaffee und auch ein Sieb und kein Papierfilter oder ähnliches.

Doch jetzt stellt sich noch die Frage, ob bei Filterkaffee oder Espresso der Koffeingehalt höher ist… Entgegen der Annahme, dass Espresso mehr Koffein enthält, ist es doch der Kaffee, der hier seine Nase vorne hat. Aber nur in der Menge. Denn bei Espresso ist die Konzentration des Koffein größer. Espresso wird gewöhnlich in 25-30 ml Tassen verkauft, Kaffee dagegen in etwa 125 ml Tassen. So ist der Koffeingehalt im Espresso dann doch geringer als im Kaffee.