Cold Drip Kaffee mit dem Dripster einfach selber gemacht

Wenn du dein Cold Brew Game „uppen“ möchtest, dann ist vielleicht Cold Drip Kaffee genau das Richtige für dich. Drip liegt von der Sache her zwischen Brew aus der French Press und Kaffee aus dem Handfilter. Geschmacklich ist er eher kräftig, hat wenig Bitterstoffe und ist fruchtig im Geschmack. Die Stärke lässt sich perfekt über Milch, Eiswürfel und Wasser steuern. Dazu gleich mehr.

Werkzeug

Um Cold Drip mit dem Dripster zu machen brauchst du erstmal einen Dripster (siehe Bild oben). Das Utensil besteht aus drei Komponenten: Dem Fangbehäter, dem Filter und dem Reservoir – den Deckel zähle ich mal nicht mit. Der Wassertank hat ein Fassungsvermögen für rund 600 ml Wasser, der Dauerfilter (mit sehr feinem Edelstahlnetz) hat Platz für vier leicht gehäufte Löffel Kaffeepulver.

Der Dripster an sich ist ein recht simples Gerät – Kaffeepulver in den Filter, Wasser (und Eiswürfel) in den Tank, Hahn aufdrehen und warten – warum also eine Anleitung? Kurz und Bündig – nur weil ich ein Auto tanken kann und weiß wo das Gaspedal ist, muss ich nicht unbedingt fahren können. Die Grundlagen mögen wohl da sein und ich komme von A nach B, aber gutes fahren ist vermutlich anders. Ebenso wie es beim Handfilter (Kaffee und Wasser rein; tada, Kaffee!) und der French Press (siehe Handfilter) Nuancen gibt die für ein besseres Endergebnis sorgen, ist das beim Dripster nicht anders. Also schauen wir uns das mal an.

Kaffee

Der Kaffee

Wie immer gilt – der Kaffee sollte eine Sorte sein die dir schmeckt, aber es muss nicht dein Liebling sein. Jede Zubereitungsart bringt unterschiedliche Aromen aus dem gleichen Kaffee hervor. Eine Sorte die dich also aus der French Press nicht vom Hocker haut kann schnell zu deinem Drip-Favorit werden. Hier bevorzuge ich persönlich mittlere Röstgrade, da sie zwar mehr Aroma einbringen, aber man vom Geschmack nicht erschlagen wird. Ein regulärer Kaffee Crema sollte für die meisten zum Einstieg passen. Den Mahlgrad betreffend bewegen wir uns für Cold Drip Kaffee zwischen mittelfein und fein – hier ist aber zu bedenken, dass der Mahlgrad nicht nur einen Einfluss auf den Geschmack hat, sondern die Dauer der Filtration im Dripster massiv beeinflussen kann. Was die Kaffeemenge betrifft, so versuche ich das Kaffeepulver bis etwa 3 mm unter den Rand des Dauerfilters zu füllen, etwas mehr oder weniger ist aber auch nicht schlimm.

Eiswasser

Das Wasser

Was das Wasser betrifft, so gibt es nicht viel, um das du dir beim Dripster Sorgen machen musst. Reguläres Leitungswasser reicht vollkommen aus, solltest du aber gefiltertes bevorzugen ist das auch nicht verkehrt. Das einzig wirklich wichte ist, dass das Wasser so kalt ist wie möglich, sonst machst du im Dripster keinen Cold Drip, sondern Filterkaffee. Ich reichere mein Wasser immer mit ein Paar Eiswürfeln an, da der Dripster nicht (einfach) in meinen Kühlschrank passt.

aufguss

Das Aufgießen von Cold Drip Kaffee

Hast du den Wassertank mit Wasser und den Dauerfilter mit Kaffee bestückt, kannst du mit dem Aufguss im Dripster beginnen. Die Tropfgeschwindigkeit ist für Cold Brew aus dem Dripster der entscheidende Faktor. Einstellen lässt sich das über den Stiel, der an der Seite rausschaut. Die konktrete Tropfgeschwindigkeit sollte langsam genug sein, dass sich auf dem Kaffeepulver KEINE Pfütze bildet. Zu Anfang drehe ich den Hebel weit genug auf, dass sich eine kleine Pfütze bildet, stelle den Fluss dann aber wieder ab. Der Hintergedanke ist, dass das Kaffeepulver angenässt wird. Hat der Bereich in dem das Wasser auf den Kaffee trifft bereits angefangen Wasser zu absorbieren, ist es um einiges einfacher den Fluss perfekt einzustellen. Jetzt musst du nur noch warten bis das Wasser durch das Kaffeepulver geflossen ist und hast am Schluss einen sehr leckeren Cold Drip Kaffee.

Kaffee Finale

Der Genuss

Wenn dein Drip fertig ist, kannst du ihn entweder Pur genießen, oder noch ein bisschen weiter „pimpen“. Der Cold Drip direkt aus dem Dripster ist für meinen Geschmack extrem kräftig. Es ist kein Konzentrat, der Geschmack liegt einfach an der Art der Zubereitung. Um den Kaffee an meinen Gaumen anzupassen, „verbessere“ ich meinen gerne mit reichlich kalter Milch, etwas Caramel- oder Vanillesyrup und ein oder zwei Eiswürfeln. Der Syrup dient hier hauptsächlich dem süßen des Kaffees, Puristen, die die fruchtigen Noten von Cold Drip genießen wollen, sollten eher auf Zucker oder Zuckersyrup umsteigen. Einer der Vorteile von Cold Drip ist, dass sehr wenig Bitterstoffe entzogen werden, also muss der Kaffee wenn überhaupt, nur sehr wenig nachgesüßt werden.

Hoffentlich hat dir diese Anleitung geholfen! Wenn du dich für andere Zubereitungsarten interessierst, dann kannst du hier noch andere finden.